eEtiquette | 101 Leitlinien exportiert auf einen Blick

Über einen Golem-Artikel sind wir auf eEtiquette aufmerksam gemacht worden. Wie so oft nach einem Artikel auf Golem.de oder auch Heise.de reagiert die Seite nur sehr langsam bis überhaupt nicht, da die Anzahl der Seitenzugriffe so hoch sind dass der Webserver die Anfragen nicht mehr bewältigt.

Als Entwickler weiss man sich aber zu helfen und daher haben wir kurzerhand mit ein paar Zeilen Code einfach alle Leitlinien exportiert, so kann man diese in Ruhe auf einer Seite lesen ohne 5 Minuten auf einen Seitenaufruf warten zu müssen.

Der Code:

 $url = 'http://eetiquette.de/de/';
$pages = 21;
$list = array();
for($i=1;$i<=$pages;$i++){
set_time_limit(120);//Site is really slow
$page = file_get_contents($url.'?page='.$i);
preg_match_all("/alt=\"([^\"]+)\" class=\"rule-text\"/",$page,$matches);
if(is_array($matches[1])){
$list = array_merge($list, $matches[1]);
}
}
print "
<pre>".implode("\n",$list)."</pre>
";

Für alle die eigentlich nur die zum Teil sehr witzigen Leitlinien lesen wollen:

Online zu sein heißt nicht unbedingt erreichbar zu sein. Platze nicht unhöflich mit einem Videoanruf bei jemandem herein. Klopfe besser vorher per Chat an.

Nutzt Du einen neuen Kommunikationskanal, beobachte zuerst und erkunde die grundlegenden Verhaltensregeln.

Beantworte alle persönlichen E-Mails innerhalb eines angemessenen Zeitraums.

Stelle von Anfang an klar, was Du von einer Korrespondenz erwartest.

Halte Dich kurz und sachlich. Wenn Du jedoch eine lange E-Mail schreibst, erwarte keine Antwort in ähnlichem Umfang.

Sollte Deine E-Mail einem Epos gleichen, gestehe dies aus Achtung gegenüber geduldigen Lesern ein.
Sorge dafür, dass Fragen leicht zu beantworten sind. Beantworte jede davon einzeln.
Ignoriere Rechtschreibfehler anderer, es sei denn, Dein Name wurde falsch geschrieben.

Nutze die “Copy & Paste” Funktion, um Namen anderer nicht versehentlich falsch zu schreiben.

Die Phrase “von meinem Mobiltelefon gesendet” lässt Empfänger großzügiger über knappe Ausdrucksformen und Rechtschreibfehler hinwegsehen.

Das Schicken von großen Dateianhängen ist wie Reisen mit Übergepäck. Es bremst und blockiert gerne das System.

Beim ersten Kontakt sollte eine korrekte Anrede und Grußformel verwendet werden. Danach gerne lockerer formulieren.

DIGITALER SCHRIFTVERKEHR IN GROSSBUCHSTABEN IST MIT SCHREIEN GLEICHZUSETZEN UND ZUDEM NUR SCHWER LESBAR.

e-mails die in kleinbuchstaben, und mit falscher zeichensetzung verfasst sind lassen dich ungebildet oder, faul erscheinen

Bestätige den Empfang wichtiger E-Mails, wenn Du zur Beantwortung etwas mehr Zeit benötigen wirst.

Entschuldige Dich immer für eine verspätete Antwort.

Abwesenheitsmitteilungen sind nützlich, weil sie Erwartungen klarstellen. Halte sie kurz und gib für wichtige Anliegen eine weitere Kontaktmöglichkeit an.

E-Maile nicht als wärst Du ein Roboter. Versuche stets, etwas menschliche Wärme einzubringen.

Lass das E-Mailen nicht ausarten. Setze Dir für das Checken Deiner Mails morgens, mittags und abends ein Zeitlimit.

Solltest Du Dein Büro mit anderen teilen, bedenke Deine Lautstärke beim Tippen. Es gilt dabei nicht ein Maschinengewehr zu imitieren.

Starre nicht auf fremde Bildschirme. Verhalte Dich wie an einem FKK-Strand: Persönliches geht Dich hier nichts an.

Heimlich die Inbox anderer zu durchforsten, ist wie unter deren Bett zu stöbern.

Tritt einen Schritt zurück und schau weg, wenn andere an Computern oder Geldautomaten Passwörter eingeben.

Unterschätze die Macht der Feder nicht. Eine handschriftliche Dankesnotiz bedeutet mehr als eine schnell getippte Nachricht.

Mit einem kurzen Telefonanruf lässt sich eine endlose Kette frustrierender E-Mails umgehen.

Wer ständig mitteilt, dass er beschäftigt ist, erzeugt den gegenteiligen Eindruck.

Hunger und Ermüdung sind keine interessanten Statusmitteilungen. Teile Deinen Anhängern nur relevante Dinge mit.

Ja, man darf auf Twitter auch Leuten “folgen”, die man nicht persönlich kennt.

Sich für fehlgeleitete Inhalte zu entschuldigen verschlimmert die Situation nur. Denke das nächste Mal einfach nach, bevor Du etwas veröffentlichst.

Entferne unansehnliche Mitteilungen und anstößige Kommentare von Deiner Netzwerkpräsenz.

Online zu sein heißt nicht unbedingt erreichbar zu sein. Platze nicht unhöflich mit einem Videoanruf bei jemandem herein. Klopfe besser vorher per Chat an.

Wenn sich Dein Erreichbarkeitsstatus nie verändert, werden ihn andere nicht respektieren. Setze den Status entsprechend Deiner Situation oder bleibe offline.

Halte Dich elegant aus online geführten Kommentarkriegen heraus.

Google ab und zu Deinen Namen, um Deine digitalen Klone kennenzulernen.

Wenn Deine Freundschaftsanfrage nicht akzeptiert wird, akzeptiere es einfach.

Wenn Du zufällig ein fremdes Passwort erfährst, rate der Person besser dieses zu ändern.

Förmliche E-Mails mit Rechtschreibfehlern machen einen schlechten Eindruck. Jedoch lässt Dich ein Fehler in einer informellen E-Mail menschlicher erschneien.
Wikipedia löst nicht alle Meinungsverschiedenheiten. Verwende es in Maßen.

Halte mindestens drei Meter Abstand zu anderen Menschen, wenn Du in der Öffentlichkeit mit dem Handy telefonierst.

Brülle in der Öffentlichkeit nicht in Dein Handy. Halte Gespräche kurz und schleiche nicht herum wie der Tiger im Käfig.

Es ist OK während des Essens eine SMS zu verschicken, solange dies alle am Tisch tun – verwechsle jedoch nicht die Gabel mit dem Handy.

Führe in fremden Wohnungen keine langen Telefonate und entschuldige Dich für Deine schlechten Manieren.

Entschuldige Dich, bevor Du mitten in einer Unterhaltung einen dringenden Anruf entgegen nimmst.

Während Du in Gesellschaft bist, solltest Du nie länger mit Deinem Telefon spielen, als Du für einen Gang auf die Toilette benötigen würdest.

Telefoniere nie in einer öffentlichen Toilette. Eine rauschende Spülung verrät alles.

Lege Dein Handy in Restaurants immer mit dem Display nach unten auf den Tisch. Sobald eine Tischdecke aufliegt, sollte das Telefon in der Tasche bleiben.

Schalte Dein Handy in Flugzeugen, Krankenhäusern und Teilchenbeschleunigern aus, um keine elektronischen Hochleistungsgeräte zu stören.

Rufe zurück, wenn Du den Anruf eines bekannten Kontakts verpasst oder nicht annehmen kannst. Falls Du die Nummer nicht erkennst, lass es sein.

Wenn die Verbindung eines Gesprächs unterbrochen wird, sollte der Initiator des Anrufs zurückrufen. Nicht beide gleichzeitig.

Klingel niemals jemanden um eines Rückrufes Willen an, es sei denn, es handelt sich um ein vereinbartes Signal.

Melde Dich mit Deinem vollständigen Namen, wenn Dich ein unbekannter Teilnehmer anruft.

Du besitzt Dein Handy um in Kontakt zu bleiben. Es verärgert andere, wenn Du nie erreichbar bist.

Verfolge, auf welchen Fotos Du im Netz zu sehen bist. Es ist in Ordnung, Tags von unvorteilhaften Bildern zu entfernen.

Setze Foto-Tags behutsam – im Zweifel lieber keine.

Behalte Urlaubs-Schnappschüsse, Partyfotos und Bilder mit freiem Oberkörper lieber für Dich.

Verbreite Deine Fotos nicht maßlos und gib nicht mit ihnen an.

Wenn Du in der Öffentlichkeit ein Foto für den Online-Gebrauch schießt, stelle sicher, dass nicht zufällig Fremde in Deinen Bildausschnitt laufen.

Stelle nur Bilder ins Netz, die Deine Mutter freigeben würde.

Stupse ab und zu Freunde an, die Du schon lange nicht mehr kontaktiert hast. Ein einfaches “Hallo” funktioniert besser als eine lange E-Mail.

Versieh eine digitale Freundschaftsanfrage stets mit einer persönlichen Notiz und beziehe Dich auf die gemeinsame Verbindung.

Du könntest es bereuen, Dich mit nahen Verwandten, Ex-Partnern, Mitarbeitern oder Deinem Chef in sozialen Netzwerken anzufreunden. Überlege gut.

“Blocke” andere gleich, statt eine ungewollte Freundschaft später rückgängig zu machen.
Es ist OK Freundschaften zu beenden. Gehe jedoch bei der Trennung diskret und vernünftig vor.
Es ist OK, eine Freundschaftsanfrage zu ignorieren. Eine sorgfältige Freundschaftswahl erhöht die Bedeutung der Verbindungen.

Überschätze nie Deine digitalen Freunde. Über ein soziales Netzwerk befreundet zu sein heißt nicht, Freunde im realen Leben zu sein.

Beantworte alle persönlichen SMS.

Bei beruflichen E-Mails oder SMS solltest Du auf die Freizeitplanung der Empfänger Rücksicht nehmen.

Beantworte SMS so schnell wie möglich, vor allem wenn es um Logistik und Orte geht.
Vrgss ncht n Nchrchtn Vkl nd Stzzchn z vrwndn (In anderen Worten: Vergiss nicht, in Nachrichten Vokale und Satzzeichen zu verwenden.)

NDDEW – verwende keine umständlichen Abkürzungen. (Nur damit Du es weißt.)

Schiele während einer Besprechung nicht auf Dein Handy unter dem Tisch – es sei denn, Du bist David Copperfield.

Menschen zuerst: Eine reale Person hat gegenüber einem technischen Gerät immer Vorrang und verdient Deine volle Aufmerksamkeit.

Überprüfe Bild- und Tonqualität vor öffentlichen Präsentationen und Videokonferenzen.

Beseitige mögliche Störfaktoren während einer Videokonferenz. Extreme Beleuchtung, Geräusche oder Hintergründe können irritieren.

Leite eine Videokonferenz mit nettem Geplauder ein. Vermittle den Gesprächsrahmen über einen kurzen 360º Kameraschwenk.

Wenn Du nicht gerade wie ein Riese oder Zwerg wirken möchtest, richte Deine Webcam auf Augenhöhe ein.
Sprich mit der Kamera, nicht mit Deinem eigenen Bild. Verwechsle es nicht mit Deinem Badezimmerspiegel.

Stelle während einer Videokonferenz Deinem Gegenüber auch diejenigen vor, die hinter Dir vorbeigehen – und sei es Deine Katze.

Nicke zur Bestätigung, anstatt häufig “Ja” zu sagen – so bleibt während einer Videokonferenz die Stimmübertragung eher klar und flüssig.

Bewege Dich nicht ständig vor der Webcam – es sei denn, Du tanzt gerade für ein Britney Spears Musikvideo vor.

Vermeide Parallelgespräche während einer Videokonferenz.

Schließe eine Videokonferenz mit einem Lächeln. Winken ist auch erlaubt.

Es ist nicht jedem möglich, seinen Tagesablauf für einen zeitfressenden Spontanchat zu unterbrechen. Halte Deine Mitteilungswut in Grenzen.

Benutze für Dein Onlineprofil ein aktuelles Foto von Dir. Familienfotos, Bilder Deiner Haustiere und Deiner Keniasafari sollten auf Deinem Schreibtisch bleiben.

Die erste “kostenfreie” Stunde Wi-Fi in einem Café kostet einen Cappuccino und einen Muffin. Die zweite Stunde nur noch einen Schokokeks.

Betrachte das Café wie ein Zen-Büro. Sei diskret im Umgang mit Deinem Telefon oder Laptop. Respektiere das Entspannungsbedürfnis anderer Gäste.

Stöbere nicht in fremden iPods oder sogar iPhones herum.

Werde auf den sozialen Netzwerkseiten anderer Nutzer nicht zu persönlich. Schreibe lieber eine E-Mail.

Das Googeln von Jobkandidaten ist legitim. Aber gehe offen damit um.
Google Deine Verabredung nicht vor dem ersten Rendezvous – lass Dich wenigstens ein paar Tage lang verzaubern.

Aktiviere vor einem Rendezvous den “Romantik-Modus” Deines Handys: Schalte es aus.

Nur R2D2 darf eine Beziehung digital beenden.

Wer verheiratet ist und ein zweites Handy mit Prepaid-Karte besitzt, könnte den Verdacht erwecken, eine Affäre zu haben.

Das Herausgeben Deiner Festnetznummer stärkt die Beziehung – es sei denn, es handelt sich um den Pizza-Mann.

Surfe gemeinsam mit Deinen Kindern im Netz, statt ihre Internetnutzung zu überwachen.

Bezeuge Dein Beileid auf demselben Wege auf dem Du eine traurige Nachricht erhalten hast.

Dein Bildschirm ist nicht immer privater Natur. Nacktheit, Gewalt oder der neueste Steven Seagal Film könnte nah platzierte Fluggäste kränken.

Headsets sind schon im letzten Jahrhundert aus der Mode gekommen. Hebe Deines für Halloween auf.

Schlage nicht auf Telefone, Computerbildschirme oder Fotokopierer ein. Wenn sie nicht funktionieren‚ kann dies nur auf menschliches Versagen zurück zu führen sein.

Sorge für einen ausgewogenen Medienkonsum und schalte auch mal ab. Vergiss nicht – es gibt ein analoges Leben neben dem digitalen.

Schalte Dein Handy bei Beerdigungen, Hochzeiten, Yogakursen und überall dort aus, wo es unangebracht wäre, ein schreiendes Kind mitzubringen.

Digitale Manieren unterscheiden sich von Universum zu Universum. Lade Dir immer die aktuellsten Umgangsformen runter, bevor Du ins Ausland reist.

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